Mittwoch, 24. Oktober 2007

Haushalt

Düsseldorf ist jetzt wirtschaftlich schuldenfrei, d.h. es gibt genug liquide Mittel, um die realen Schulden zu bezahlen. Dann können wir uns ja etwas leisten, 5Mios für den Unterbacher See und 50000 EUR für Musik an chorlosen Schulen. Wir könnten es uns auch leisten, die Musikräume im Keller des Lernort Studios wieder herzurichten, da wird aber wahrscheinlich zuviel rote Musik gemacht. Die sollen sich nach Vorstellung der CDU lieber an der Prinz-Georg-Straße bei Clara-Schumann-Musikschule in die Warteschlange stellen oder am besten nach FDP-Vorschlag Musikaufnahmen mit integriertem Laptopmikrofon machen. Gymnasien, Real- und Hauptschulen werden gefördert, die Gesamtschulen dürfen dank CDU/FDP in die Röhre gucken. Schwarzgelbe Klientelpolitk und Selbstbeweihräucherung. Wenn die Argumente ausgehen, heißt es eben: Mehrheit ist Mehrheit, hoffentlich nur noch 2 Jahre. Für eine mißglückte Rotfärbung des Rheins ist übrigens Geld da, für die Sozialarbeit freier Träger schon weniger, für ehrenamtlich geführte Vereine (Stichwort Raummieten) ebenfalls, also was kommt noch (außer Gerichtsschelte für Erwin)? Jetzt nach dem 13.12.2007 (Haushaltssitzung des Rates) wissen wir es. "Zukunft für Kinder - hat höchste Priorität" verkündet CDU-Bürgermeister Elbers vormittags in seiner Märchenstunde. Tatsächlich aber hat die Beleuchtung einer 350m langen Joggingstrecke in Niederkassel Vorrang vor den vom Jugendhilfeausschuss beschlossenen Projekten, die Schwarzgelb sämtlich niedergestimmt haben. So wird es mit der "Sozialen Stadt" in Düsseldorf bis 2009 nichts werden.